Das Vogtland - Gestern und Heute
Der einstigen Herrschaft der Vögte von Weida, Gera und Plauen verdankt das Gebiet zwischen Weida, Greiz, Plauen, Oelsnitz, Hof und dem Egerland seinen Namen Vogtland. Heute umfasst die im Zentrum Europas gelegene Region Teile der deutschen Freistaaten Sachsen, Thüringen und Bayern und das Egerland in Tschechien. Über die Richtigkeit des Begriffes „Böhmisches Vogtland" herrscht unter Historiken Unklarheit: Bekannt ist, dass im Jahr 1322 der König von Böhmen das Egerland den Vögten von Weida zur Verwaltung überlassen hatte.
Heute ist Vogtland auch eine umgangssprachlich gebräuchliche Bezeichnung für den Vogtlandkreis um Oelsnitz. Allerdings umfasst das Gebiet historisch gesehen auch die Städte Plauen, Greiz, Weida und deren Umland sowie das Gebiet um Hof, das als Bayerisches Vogtland bekannt ist. Während der Teilung Deutschlands war auch das Vogtland getrennt und über Jahrhunderte gewachsene Verbindungen und familiäre Beziehungen schlagartig unterbrochen. Besonders deutlich wurde dies in der Ortschaft Mödlareuth in der Nähe von Töpen. Von alters her lag dieser Ort zum einen Teil in Thüringen zum anderen in Bayern. Die Grenzziehung zwischen den beiden deutschen Staaten teilte das kleine Dorf mittels einer Mauer (ähnlich der in Berlin) in zwei Hälften. Heute erinnert das sehenswerte Deutsch-Deutsche Museum an diese Zeit. Nicht weit entfernt zwischen Münchenreuth und Grobau befindet sich an der Schnittstelle der drei Bundesländer (Sachsen, Bayern und Thüringen) seit ein paar Jahren der „Drei- Freistaatenstein" als Zeichen der Gemeinsamkeit und der Zusammengehörigkeit der lange Zeit getrennten Region
Das Vogtland ist landschaftlich durch Felder, Wiesen und bewaldete Hügelkuppen geprägt. Im Süden und Südosten erhebt sich das Vogtland zum westlichen Erzgebirge empor. Diese Gegend bezeichnet man als das Obere Vogtland (z.B. Schöneck mit seinem schönen Skigebiet). Nadelwald ( meist Fichten in Monokultur) und der höchste Berg des Vogtlandes (Schneehübel mit 974 m) prägen hier die Landschaft. Bekannter ist jedoch der Aschberg bei Klingenthal (936 m) als beliebtes Ausflugsziel mit der Vogtlandarena und dem Langlaufzentrum Mühlleiten in der Nähe.Weltcups in den Diziplinen Nordische Kombination, Skispringen und Langlauf wurden hier bereits mit viel Erfolg durchgeführt.
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Endlich Frühling
Der vergangene Winter hatte nicht nur das Vogtland im Dezember und Januar mit rekordverdächtigen Schneehöhen fest im Griff. Aber jetzt locken die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings ins Freie. Ob bei einem Spaziergang, der ersten Wanderung oder Radtour des Jahres ist die Freude am Beginn der wärmeren Jahreszeit zu spüren.
Mehrere mit verschiedenen Gütesiegeln ausgezeichnete Wanderwege führen durch die verschiedenen Landschaften des Vogtlandes. Neu an dem Weg „Von der Quelle bis zur Mündung der Weida" ist die Komplettierung des Weges über die thüringisch - sächsische Landesgrenze bis zur Quelle.
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Städte im Vogtland
In dieser Rubrik wollen wir Ihnen in loser Reihenfolge die verschiedenen Städte und Gemeinden im Vogtland vorstellen. Beginnen möchten wir mit der Musik- und Wintersportstadt Klingenthal (569 m ü. NN) im Erzgebirge. Bekannt ist die ca. 8500 Einwohner zählende Stadt durch ihren Musikinstrumentenbau und als Wintersportzentrum mit der Skisprungschanze Vogtland Arena und dem Langlaufzentrum Mühlleithen. Mehrere internationale Wettbewerbe und Weltcups wurden auf der Großschanze, die Sprünge von über 140 m zulässt und bis zu 33.000 Zuschauer fasst bereits ausgetragen. Am 1. und 2. Februar 2011 machen die Skiadler im Rahmen des Weltcups wieder Station in der Vogtland-Arena.
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